VSG RheinhausenVerein für Reha- und Behindertensport |
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Wandern Bericht Südtirol 2011 |
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Vitale Senioren Gruppe Rastlos
Wandergruppe der VSG Rheinhausen . Wanderurlaub Südtirol vom 09. bis 25. September 2011
.... Unseren Südtirol-Wanderurlaub starteten wir im Autoreise-Nachtzug von Düsseldorf nach Bozen mit 11 Personen. Sehr gewöhnungsbedürftig ist es, in einem fahrenden und schaukelnden Zug im Liegewagen zu schlafen. Freitag um 18.50 Uhr fuhr der Zug ab. Nach gutem Frühstück waren wir Samstag um 7.40 Uhr in Bozen und um 9 Uhr im Zentrum von Algund. Im Fremdenverkehrsbüro kauften wir uns für nur 9 € Wochentickets für alle Busse in Meran und die weitere Umgebung. Bei heißem Sommerwetter erkundeten wir anschließend Meran, gingen entlang der Passer zur Gilf-Promenade, stiegen zum „Tappeiner“ auf, schlenderten diesen entlang bis zum Ende - mit vielen ersten Rundblicken -. Nach der Stärkung im Café Unterweger fuhren wir auf den neuen Busfahrscheinen zu unserem Hotel Des Alpes in Algund. Abends gab es das sehr gute 4-Gang-Menü plus Salatbüfett, dann saßen wir bei mildem Wetter auf der Terrasse und besprachen wie jeden folgenden Abend - den nächsten Wandertag. Unser „Wanderbär“ hatte alle Wanderungen so ausgewählt, dass wir die Vielfalt der Region erleben sollten. An diesem 1. Abend schliefen wir wie die Murmeltiere. Der erste Wandertag führte uns zum beeindruckenden Partschinser Wasserfall auf ca. ........... 1000 m Höhe. Von dort stiegen wir einen steilen, steinigen Weg runter zum schönen Partschinser Waalweg. Wir überquerten den Töll-Graben und gingen auf dem Schlundenstein-Weg weiter bis zum Café Konrad am Algunder Waal. Der letzte Wegabschnitt führte unter einem Baldachin aus reifen Weintrauben, die fast in den Mund wuchsen. So stellt man sich das Paradies vor. Am Abend gab es ein 6-Gang Gala-Dinner vom Allerfeinsten. Wir speisten ca. 2 Stunden und saßen wieder im Garten. Ein Wandertag führte uns nach Schenna mit Abstieg zum Maiser Waalweg und weiter bis Saltaus im Passeier-Tal. Mit dem Bus zurück. Zu einem besonderen Wanderziel fuhren wir mit Zug, Bus und Seilbahn in 800 m Höhe nach Vöran. Von dort ging es auf schönen Wegen und viel Sonne zum Knottnkino auf 1465 m. Auf einem exponierten Aussichtspunkt waren Sessel aufgestellt - wie in einem Kino - und der Hauptfilm war die Landschaft. Einfach Spitze, besonders bei diesem .... herrlichen Wetter. Dann gingen wir in einer guten Stunde weiter zur Leadner Alm. Eine weitere Stunde erforderte der Abstieg nach Hafling; von dort mit dem Bus zurück. Es waren ca. 13 km, 546 Meter rauf und 435 Meter runter, Temperatur auf dem Berg 24°, unten in Meran 29°. Die nächste etwas kürzere Bergtour starteten wir am „Tiroler Kreuz“ auf 820 m oberhalb von Dorf Tirol. Der Anstieg auf einem Forstweg führte zum Longfallhof auf 1075 m. Nach einer Apfelpause ging es auf dem Meraner-Höhenweg aufwärts bis über 1200 m. Auf einem Hangvorsprung war Mittagspause. Dann ein kleiner Abstieg über Wiesen - mit tollen Ausblicken - bis zum Gasthof Bergrast mit kurzer Pause. Bis zum Gasthof Brunner wanderten wir noch 45 Minuten. Von dort benutzten wir einen Kleinbus und sparten 600 Höhen-Meter Abwärtswandern. Zuvor erlebten wir an der Bushaltestelle noch einen kleinen Almabtrieb. Etwas anspruchsvoller wurde eine Wanderung, zu der sich nur 2 Wanderfreunde auf den Weg machten: per Bus nach Vellau und dem bekannten Korb-Lift zur Leiteralm. Weiter in 1 1/4 Stunden auf dem Meraner Höhenweg - teilweise steil, aber auch schöne Stücke - zum Hochganghaus. Nach einer Apfelpause ging’s in einer guten Stunde zur Tablander Alm. Mittagspause machten die beiden auf einer Almwiese. Es folgten 700 Meter Abstieg zum Partschinser Wasserfall, anfangs ziemlich zügig. Kurz vor dem Wasserfall Sperrung des Wanderweges 23 wegen Bauarbeiten an einem Bach. Die Umleitung ignorierend querten sie 3mal den Bach. Beim 3. Mal mussten sie etwas klettern. Insgesamt waren sie zwar nur knapp 5 Stunden unterwegs, sind aber 760 m auf- und 1150 m abgestiegen. Zur beliebten Wanderstrecke ab Vellau ging es direkt vom Hotel mit dem Bus nach Vellau auf ca.1000 m. Dort starteten wir eine kleine, aber knackige Bergtour. Wir wanderten auf dem Vellauer Felsenweg (Schilder nur für Schwindelfreie) zum Hochmuther auf 1361 m (unterwegs mit ein paar Ketten zum Festhalten). Nach einigen Metern Aufstieg war beim Steinegg Mittagspause. Anschließend eine gute Stunde den Hans-Frieden-Felsenweg (uns begegneten sehr viele Wanderer) zur Leiteralm auf 1522 m. Spannend wurde unsere Talfahrt im alten Korb-Lift, der von der Leiteralm 500 m nach Vellau überbrückte. ... Mit einer Teil-Gruppe erkundeten wir die nahe von Meran gelegenen Gärten von Schloß Trauttmansdorff. In der weitläufigen, terrassenförmigen Anlage bewunderten wir die Vielfalt mediterraner Pflanzen und Bäume. Die interessante Garten-Gestaltung ließ uns immer wieder staunen. Auf besonderen Aussichts-Plattformen hatten wir an diesem sonnigen Tag einen weiten Blick auf die umliegenden Gebirgsketten. Nach 24 Stunden Dauerregen am Wochenende mit drastischem Temperatursturz wurde die geplante Waalweg-Wanderung nach Lana abgeblasen. Stattdessen fuhren wir mit dem Bus nach Naturns. Regen-gerüstet gingen wir auf asphaltiertem Fuß-Radweg entlang der Etsch zurück bis Rabland. Dort kehrten wir zu Mittag ein. Als wir wieder ins Freie kamen, regnete es nach 26 Stunden nicht mehr, die Wolken waren verzogen und wir entzückt vom Anblick aller ringsum mit Schnee bedeckten höheren Bergspitzen. Neugierig fuhren einige zum Partschinser Wasserfalls und bestaunten die riesige Kaskade. Der nächste Wandertag führte von Lana mit der Vigiljochbahn auf 1450 m, dann mit einem Sessellift auf 1814 m. Hier lag ca. 25 cm Schnee. Wir stapften ein paar hundert Meter bis zum St.-Vigil-Kirchlein. Durch winterliche Landschaft ging es wieder zurück per Sessellift runter bis auf 1450 m. Hier lag zwar kein Schnee mehr, trotzdem musste die vorgesehene Wanderung umgekrempelt werden. Wir stiegen auf mehr oder weniger ruppigen Wegen bis zum Gasthaus Tschigg auf 880 m ab. Dort entschieden sich einige fürs Taxi zum Hotel. Die restlichen kämpften sich in 3 Stunden über mehr oder weniger anstrengende Wege Richtung Forst durch. Der Bus war gerade abgefahren und noch 1,5 km zum Hotel gewandert. Aufgrund der Witterung war es eine mächtige Tour, ca. 16 km, 250 m rauf, aber 1450 Meter!!!!!!! runter. Entschädigt wurden wir mit dem hervorragenden Abendessen. Es wurde noch viel erzählt. Am vorletzten Tag gab es eine kurze, aber von den Aussichten her tolle Wanderung von Katharinaberg im Schnalstal zum Unterstallhof oberhalb von Naturns. Mit dem Zug von Algund nach Naturns, dort vom Bahnhof per Bus nach Katharinaberg. Wir wanderten auf einem Teil des Meraner Höhenweges mit vielen Wiesenstücken und dadurch tollen Aussichten auf alle Gipfel rundum, zum Teil noch mit Schnee bedeckt, kehrten im Patleithof ein. Abwärts ging’s mit der Seilbahn nach Naturns und per Bus zurück. An unserem letzten Wandertag fuhren wir mit dem Bus nach Lana und weiter fast bis zum Ende des Ultentals. In St. Nikolaus begannen wir die Wanderung „Ultener Höfeweg“. Sie stand im Wanderbuch als leicht mit 9 km. Wir wanderten auf der rechten Seite des Falschauer Baches - vorbei an wunderschönen alten Holzbauernhöfen - bis St. Gertraud. Dort machten wir in einem Café Mittag. Zurück wanderten wir auf der anderen Seite des Baches wieder Richtung St. Nikolaus, vorbei an den 2000 Jahre alten Urlärchen. Bald stiegen wir zur Straße ab und nahmen den nächsten Bus nach Lana. In Bad Lad stiegen einige Wanderer aus, um das „Häusl am Stein“ zu sehen. Das Haus ist noch bewohnt. ........ Unser „Wanderbär“ hatte auch drei „wanderfreie“ Tage eingeplant. Da gab es den Besuch im Museumshof „Andreas Hofer“ in St. Leonhard im Passeier-Tal. Wir erkundeten auch die verzweigt liegenden Ortsteile von Algund, 1 Pärchen besuchte Schenna-Verdins, wo sie vor Jahren ihren Urlaub verbrachten. Selbst der verregnete Ruhetag lockte die Wanderfreunde zum Bummel durch Algund oder Meran. Ein Konzert-Termin der bekannten Algunder Musikkapelle fiel in unsere Aufenthaltszeit. Wir erlebten einen optischen und akustischen Genuss. Bei unserer Abschluss-Runde ließ „Wanderbär“ die Tage Revue passieren. Mit unserem hoch motivierten „Wanderbär“, der die Wanderungen hervorragend organisierte und selbst die Fahrpläne beherrschte, wären wir gerne noch geblieben. Wir waren alle sehr zufrieden; begeistert auch vom angenehmen Hotel und dem vorzüglichen Essen, vom hervorragenden Wetter und einem interessanten Wandergebiet. Ein spezielles Erlebnis dieser Region waren die ausgedehnten Apfelplantagen mit der besonderen Art der Apfelernte sowie die großen Weingärten. Am Abreisetag hatten wir bis zur Autoverladung in Bozen viel Zeit. Museumsfreunde fuhren bereits vorab nach Bozen, „Ötzi den Mann aus dem Eis“, zu besuchen. Jeder verabschiedete sich auf seine Art von dieser herrlichen Urlaubsregion. Kurz nach 17 Uhr fuhren auch der Rest der Gruppe nach Bozen. Die Pkw-Verladung, die Nacht im Liegewagen, alles vollzog sich irgendwie entspannter als auf der Hinfahrt. Wiederum nach einem guten Frühstück waren wir Sonntag kurz nach 11 Uhr in Rheinhausen. Für uns 11 Wanderfreunde endete ein wunderschöner Urlaub in Südtirol. © Wanderbär / Kultwanderin |
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| (C) Udo Scholz-Starke
Stand: 28.11.2011 |
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